Whisky und Schweizer Käse

Schweizer Käse und Whisky: zwei typische Traditionsprodukte, die nicht nur jeder für sich ausgezeichnet schmecken, sondern sich auch meisterhaft miteinander kombinieren lassen!

Die Ursprünge des Whiskys

Es ist nicht möglich, das genaue Geburtsdatum des Whiskys zu ermitteln – einem destillierten Schnaps, der aus Getreide hergestellt wird und mit Malz versetzt sein kann. Der Whisky mit dem besten Ruf wird mit Gerstenmalz versetzt. Aber wer hat ihn nun erfunden? Irland und Schottland streiten sich um die Urheberschaft des Whiskys. In jedem Fall waren es irische Mönche, die von ihren langen Missionarsreisen Destillationstechniken mitbrachten und den "uisce beatha" produzierten, was so viel wie 'destillierter Schnaps' auf Irisch bedeutet. Seit ihrer Invasion in Irland im
12. Jahrhundert genießen die Briten den Whisky genauso wie die Iren. Der Name veränderte sich im Laufe der Zeit: von "uisce" über "fuisce", "uiskie" und "whiskie" bis zum heutigen Whisky. 

Die ersten Niederschriften zur Destillation von Getreide, wie Gerste und Weizen, stammen jedoch aus Schottland. Die Schotten besaßen Gerste und natürlich gefiltertes Wasser aus Bächen. Die Brennereien erlebten eine Blütezeit und im Jahr 1690 wurde Whisky zum ersten Mal in eine Flasche abgefüllt. Zur damaligen Zeit war der Whisky ein Volksgetränk. Bis zum 19. Jahrhundert machte die englische Regierung den Produzenten durch Besteuerung von Gerste und dem Verbot von kleinen Brennereien das Leben schwer. Daraufhin wurde eine große Menge an Whisky schwarz gebrannt. Eine Belohnung von fünf Pfund wurde an denjenigen bezahlt, der eine illegale Brennerei meldete. Erst im Jahr 1823 wurde die Herstellung von Whisky ohne Lizenz legalisiert.

Herstellung der verschiedenen Whiskys

Die einfachsten Whiskys sind die single malts, die hauptsächlich innerhalb eines Jahres produziert werden. Manchmal werden sie aber auch durch "vatting" hergestellt: das bedeutet, dass mehrere Fässer aus verschiedenen Jahrgängen in einer Brennerei gemischt werden. Das Alter des jüngsten Whiskys der Mischung ist auf dem Flaschenetikett aufgeführt. Diese Praxis wird eingesetzt, um Geschmacksunterschiede von einem Fass zum anderen auszugleichen. Dieses Verfahren wird bei der Mehrzahl aller single malts auf dem Markt praktiziert. Die Getreidewhiskys wurden zu Beginn aus einer Mischung aus Gerste mit und ohne Malz hergestellt. Ab 1846 wurde diese Mischung durch einen Mix ersetzt, bei dem man hauptsächlich Mais verwendete, vermischt mit Weizen, Hafer und Roggen.

Bei den blended malts werden single malts aus unterschiedlichen Brennereien vermischt. Sie werden hauptsächlich von bekannten Mischhäusern angeboten. Es existieren auch blended grain Whiskys, also Whisky-Mischungen aus unterschiedlichem Getreide (aus kleinen Cuvées, Mischungen und einigen Fässern). Blended scotch wird aus einer Mischung von single malts und Getreidewhiskys hergestellt. Scotch ist der am häufigsten verkaufte Whisky. Aber die bei Kennern begehrtesten Whiskys sind die single cask, die in einem einzigen Fass produziert werden.

Von Schottland nach Japan

Ehre, wem Ehre gebührt – beginnen wir bei Schottland. Fünf Regionen stellen den Großteil aller mit Malz versetzen Whiskys des Landes her. Speyside (Spey-Tal), die Highlands, die Lowlands, die Insel Islay und Campbeltown. Der Großteil wird in den Highlands und in Speyside hergestellt – das geographisch zu den Highlands gehört. Die irischen Whiskys verdanken ihren Charme den drei aufeinanderfolgenden Destillationen und der Tatsache, dass sie auf Basis von getrocknetem Gerstenmalz gefertigt werden. Die Produktion konzentriert sich auf Gebiete in der Nähe von Cork und in Bushmills. Heute gibt es nur noch sechs Brennereien, die die gesamte irische Whiskyproduktion ausmachen.

Das andere große Whisky-Land ist Japan. Das Land hat von seiner Erfahrung in der Brennerei von Schnäpsen (besonders aus Reis) und seinen vielen Flüssen profitiert und sich von Schottland inspirieren lassen. Die erste Brennerei wurde 1923 in der Nähe von Kyoto errichtet. Japanische Whiskys sind leichter und werden oft mit Wasser verdünnt getrunken.

In den USA und in Kanada dominieren die blends (Mischungen). Im Land des Ahornblattes müssen sie aus einer Mischung bestehen, die mindestens 51 % Gerste enthält. In den USA sind die Hauptproduktionsregionen auf Tennessee und Kentucky beschränkt und in Städten wie Louisville, Frankfort, Bardstown, Clermony oder Loretto zu Hause. Die lokale Spezialität ist der Bourbon: Whiskey, der aus fermentierter Maische produziert wird und mindestens 51 % Mais beinhaltet.

Die Verbindung von Schweizer Käse und Whisky

Wie bei jeder kulinarischen Verbindung kann dabei ein Kontrast entstehen oder eine Ergänzung.
Für einen starken Gegensatz braucht es einen Schweizer Käse mit Kraft und Charakter. Mit einem Le Gruyère AOP, einem L’Etivaz AOP oder mit Sbrinz AOP kann ein 15-jähriger Dalwhinnie mit seinen trockenen Kräuter- und Heidekrautnoten gewählt werden. Oder auch ein fruchtiger 12-jähriger Cragganmore. Wenn Sie mit Kontrasten spielen wollen, können Sie sich auch für eine Verbindung von einem 16-jährigen Lagavulin und Appenzeller® Käse entscheiden.

Zu einem sanfteren Käse wie dem Vacherin Fribourgeois AOP oder Schweizer Emmentaler AOP sollte man einen Whisky als Ergänzung wählen. Ein Islay wäre hier perfekt, wie zum Beispiel ein 12-jähriger Jura. Man kann ihn ebenfalls mit einem Vacherin Mont d'Or AOP kombinieren. Zu einem Tomme Vaudoise wählen Sie einen Oban, dessen beißender, fruchtiger Charakter so gut zur Geltung kommt. Auch ein 10-jährige Eagle Rare Single Barrel Bourbon ist eine gute Wahl.