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Die Schweizer Käseproduktion, eine traditionell nachhaltige Produktion

Die Schweiz ist bekannt für die Schönheit ihrer Landschaften. Ob in Hügel- oder Bergzonen, ein jeder liebt es, dort spazieren zu gehen, entspannt, fernab von jeglichem Stress und dies vor dem Hintergrund einer Vielfalt an Farben und Düften.

In dieses ländliche Bild gehören nicht nur Milchkühe, aber sie tragen durch ihre Weidetätigkeit erheblich zur Erhaltung der Weiden bei. Aber ihr Weiden beschränkt sich nicht auf den bloßen Unterhalt! Ihre Anwesenheit beeinflusst die Entwicklung der Flora, insbesondere weil ihre Ausscheidungen den Boden auf natürliche Weise bereichern und das mikrobielle Leben im Boden fördern. Ohne die Präsenz der Milchkühe könnten sich diese Landschaften schließen und sich allmählich in Wälder verwandeln. Das Vorhandensein von Milchkühen ermöglicht es im Gegenteil, dass sich dort bestimmte Pflanzensorten entwickeln. Die Weiden beherbergen Gräser, Leguminosen und sogar Gewürzpflanzen.
Oftmals wird diese Arbeit noch vom Menschen ergänzt, der für den Unterhalt von Hecken, Böschungen, Steinwällen oder Mäuerchen verantwortlich ist, die alle als Zufluchtsort und Nahrungsquelle für viele Insekten, Vögel und Kleintiere dienen.
Deshalb hat sich die Präsenz der Schweizer Milchkühe auf den Weiden im Laufe der Jahrhunderte verewigt und trägt auch heute noch zum Wohlbefinden aller bei.

Eine tier- und umweltgerechte Produktion

Die Schweiz ist ein Weideland. Während man gerne dort spazieren geht, sind die Schweizer Kühe dort zu Hause. Das frische Gras, das sie abweiden, aber auch das Heu und das übrige Raufutter, das der Landwirt in der Winterpause für die Fütterung seines Viehbestandes aufgehoben hat, sind perfekt an das Verdauungssystem des Milchviehs angepasst. Diese Art der Fütterung wirkt sich auch positiv auf die Milchqualität aus, indem sie beispielsweise den Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren erhöht. Verschiedenen Studien zufolge reduziert sie außerdem die Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit der Verdauung der Futtermittel im Pansen.

Zur Herstellung von Rohmilchkäse ist es unerlässlich, auf jegliche Zugabe von Silage oder Futtermitteln zu verzichten, die durch einen Gärprozess haltbar gemacht werden. Die Beweidung ist die natürliche Form der Fütterung von Kühen. Sie ermöglicht es den Kühen, sich frei zu bewegen und dem artgerechten Herdenverhalten nachzugehen. Dies verbessert sowohl die Langlebigkeit als auch die Fruchtbarkeit. Der größte Teil des Futters für die Milchkühe wird direkt auf dem Betrieb oder in seiner unmittelbaren Umgebung produziert. Diese Anforderung ermöglicht es, den Transport und damit die CO2-Emissionen zu reduzieren. Eine intakte Umwelt kommt deshalb nicht nur den Touristen und Kurzzeitgästen zugute, sondern ist auch für die Gesundheit unserer Kühe unerlässlich.

Eine sozialverträgliche Produktion

Eine verantwortungsbewusste Produktion ist eng mit der effizienten Nutzung der Ressourcen verbunden, sei es dem Wasser, der Energie oder beispielsweise den Böden.

Die Abfallverwertung ist ein weiteres Anliegen. Molke, ein Nebenprodukt aus der Käseproduktion, das jedoch die Umwelt belasten kann, wird seit langem in der Schweinefütterung eingesetzt. Die Molkenverwertung bietet nicht nur Vorteile. Weitere Möglichkeiten werden umgesetzt, wie z. B. die Biogasproduktion oder die Führung gemischter Herden mit Milchkühen und Mastrindern, wobei letztere neben Gras auch Molke erhalten.

Die effiziente Nutzung von Energie ist für die Käsereien sehr wichtig. Viele von ihnen haben sich den Erkenntnissen von Energieaudits gestellt, um Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren. Diese reichen vom Austausch der Beleuchtung durch LEDs über die Planung des Austauschs von Warmwassersystemen bis hin zur Analyse von Herstellungsprozessen. In einigen Fällen werden Wärmerückgewinnungsanlagen installiert, die sowohl die Warmwasserbereitung sicherstellen als auch zur Heizung von Büro- und/oder Wohnräume dienen. Diese Audits ermöglichen es, kleine Änderungen schnell vorzunehmen, was oft zu großen Einsparungen führt, und mittelfristig, die kostspieligen Maßnahmen zu planen.

Um einen Liter Milch zu produzieren, benötigt man etwa 10 Liter Wasser. Diese Menge beinhaltet sowohl den Wasserverbrauch der Kuh (sie trinkt ca. 50 Liter pro Tag, mehr bei heißem, trockenem Wetter), die Reinigung des Melkstandes und seiner Ausrüstung und bei Bedarf die Bewässerung der Futterpflanzen. Wasser (zwischen 3 und 4 Liter pro Liter Milch) wird auch während der Käseproduktion benötigt, insbesondere für die Reinigung, die sowohl aus Qualitäts- als auch aus Hygienegründen unerlässlich ist. Vor allem die Abwasserbehandlung stellt eine Herausforderung für die Käsereien dar. Da diese sehr viel organisches Material enthalten, können sie nicht einfach in das Abwasser eingeleitet werden, sondern müssen vorher verschiedenen Behandlungen unterzogen werden.

Wirtschaftlich tragfähige Produktion

Qualität hat ihren Preis! Deshalb haben die Schweizer Milchkühe Anspruch auf beste Pflege und das Respektieren ihrer Bedürfnisse. Dies gilt auch für die Produzenten. Hochwertige Milch zu produzieren, das Vieh zu versorgen, quantitativ und qualitativ ausreichende Futterreserven für den Winter zu sichern, erfordert ein tägliches Engagement des Landwirts, seiner Mitarbeiter und seiner Familie. Die Anerkennung dieses Engagements widerspiegelt sich in einem fairen Milchpreis, aber auch in den Direktzahlungen, als Zeichen dafür, dass das gesellschaftliche Engagement des Bauernstandes berücksichtigt wurde.

Die Verbraucher werden durch ihre Einkäufe und ihre Lebensmittelauswahl sowohl die Anbaumethoden als auch deren Entwicklung stark beeinflussen. Mit der Entscheidung für Schweizer Käse solidarisieren sich die Konsumenten mit einer umweltschonenden Käseproduktion in Familienbetrieben, die eine faire Abgeltung des Produzenten ermöglichen soll. Im Gegenzug genießt der Konsument garantiert einen gesunden, natürlichen und nährstoffreichen Käse.

Aus diesem Grund sind wir den Verbrauchern dankbar dafür, dass sie einen manchmal etwas höheren Preis akzeptieren im Gegenzug zu einer einwandfreien Qualität und einer fairen Bezahlung der Produzenten.

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